Tempelwald

Ökologischer Waldumbau

Starkes Holz – gesunder Wald – lebendige Natur

Unter diesem Motto bewirtschaften wir unsere Waldflächen nachhaltig. Der Wald ist die Quelle für den nachwachsenden, umwelt- und klimaschonenden Rohstoff Holz. Deshalb pflegen wir diese Quelle, damit sie nicht versiegt. Unsere Waldflächen sind PEFC-zertifiziert und wir sind Mitglied der örtlichen Forstbetriebsgemeinschaft „Busendorfer Heide“.

Ökologischer Waldumbau

Ökologischer WaldumbauBrandenburg ist Kiefernland. Die märkische Kiefer ist anspruchslos und wächst auch auf unfruchtbaren Sandböden; sie ist frosthart, unempfindlich gegen Dürre und ergibt ein gutes Holz mit vielen Stärken. Aber reine Kiefernwälder („Monokulturen“) haben auch Nachteile: Sie sind gefährdet durch die Massenvermehrung von schädlichen Insekten, wie z.B. der „Nonne“ oder der „Kieferneule“, durch Trockenheit und Waldbrände und die Versauerung der Böden. Deshalb bauen wir unsere Kiefernwälder Schritt für Schritt um: Ältere Kiefernbestände werden aufgelichtet und junge Laubhölzer nachgepflanzt. Auf unseren Flächen sind dies vor allem Trauben- und Stieleiche, Birke, Eberesche und Buche, sowie vereinzelt auch Weißbuche, Linde und Haselnuss. Die robuste Traubeneiche wurde zum „Baum des Jahres 2014“ proklamiert. Aber auch die Esskastanie zeigt ein gutes Wachstum, so dass wir sie beim Waldumbau gerne beimischen. Etwa 70.000 Laubbäume haben wir auf rund 18 ha Fläche bereits gepflanzt, zum größten Teil mit Förderung durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg, einige Flächen auch mit Förderung durch die Stiftung Unternehmen Wald.

Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung unterstützen uns die Rote Waldameise, die mit ihren hügelartigen Nestern auf unseren Flächen vertreten ist, Amseln und Finken, v.a. auch Blau- und Kohlmeisen sowie Fledermäuse, die wir mit Hilfe von bisher über 30 Nistkästen erfolgreich angesiedelt haben. Damit die jungen Laubhölzer nicht vom Reh- und Damwild verbissen werden, müssen sie eine Zeit lang entweder einzeln oder durch einen Zaun geschützt werden. Wenn die Jungbäume ca. zehn Jahre alt sind, sind sie ausreichend robust, so dass der Einzelschutz entfallen und die Zäune wieder abgebaut werden können.

Auf schön gestalteten Info-Tafeln können Sie auf einem „Rundweg“ durch den Wald lesen, welche Maßnahmen wir durchgeführt haben: Waldumbau und Waldrandgestaltung, Vogelschutz, Fledermausschutz und Bienen im Wald. Auch in den Herbst- und Wintermonaten lohnt es sich, durch die „dunklen Kiefernwälder“, wie sie im „Brandenburg-Lied“ besungen werden, zu wandern: Denn die Kiefernnadeln verströmen ätherische Öle, die die Atmung und die Sauerstoffaufnahme verbessern, antibakteriell wirken und das Immunsystem stärken. Wandern Sie sich gesund in den heimischen Kiefernwäldern – herzlich willkommen!

13.09.2018 Karl Tempel