Tempelwald

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  1. Kampagnen

 

Kein Gift in Brandenburgs Wäldern!

 

 

 

 

 

Update 01.07.2019: Fragen an Herrn Minister Vogelsänger

Am 3. Juli 2019 eröffnet Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger die „Heidelbeer-Saison“ 2019 in Klaistow. Und da fragen wir uns so Einiges und würden gern von Herrn Minister Vogelsänger Folgendes wissen:

Herr Minister, der LK Potsdam-Mittelmark hat in Brandenburg mit Abstand die meisten Felder für den Anbau von Kulturheidelbeeren. Es wachsen aber auch Heidelbeeren in den Wäldern des Landkreises, die aber zu großen Teilen in diesem Frühjahr (bis ca. Mitte Mai 2019) mit dem Totalinsektizid „Karate Forst flüssig“ gegen Kiefernschädlinge mit dem Hubschrauber besprüht wurden. Können diese wilden Heidelbeeren ohne Bedenken von Spaziergängern oder Wanderern verzehrt werden, oder würden Sie vom Verzehr wilder Heidelbeeren abraten?

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg, der vor wenigen Tagen sein 10-jähriges Bestehen gefeiert hat, argumentiert ja, „Karate Forst flüssig“ sei vergleichsweise harmlos, da es auch im Obstbau und bei Sonderkulturen, wie Kulturheidelbeeren, angewendet würde. Können Sie das bestätigen und teilen Sie diese Einschätzung der Forstverwaltung?

Würden Sie den Bewohner*innen in Borkheide empfehlen, in diesem Jahr das Obst aus dem eigenen Garten zu essen? Schließlich wurde ja bei ziemlich viel Wind gespritzt und die Bewohner*innen dort berichteten von toten Insekten.

 

Update 17.06.2019: Stand der Dinge

Zwar darf seit Ende Mai kein Gift mehr über Brandenburgs Wäldern versprüht werden, aber so richtig entspannen können wir uns trotzdem nicht. Wir fragen uns, welche Konsequenzen die Forstverwaltung und die Landesregierung aus dieser Auseinandersetzung ziehen werden. Werden Sie den Waldumbau in Zukunft verstärkt betreiben? Werden sie alles daran setzen, die Brandenburger Wälder fit für den Klimawandel zu machen? Oder setzen sie auch nächstes Jahr wieder auf den Giftgroßeinsatz?

Derzeit streifen wir durch die Wälder und versuchen so viel Material wie möglich zu sammeln, um für etwaige Auseinandersetzungen in der Zukunft gerüstet zu sein. Sofern auch Sie uns Fotos und Augenzeugenberichte liefern können, wäre das toll. Bitte entweder an tempelwald.de oder an den NABU Brandenburg senden.

 

Nach wie vor ist auch nicht ganz klar, wo genau nun gesprüht wurde und wo nicht. Vor Ort hätte die Forstverwaltung drei Wochen lang mit Warnschildern an den Waldwegen warnen müssen. Aber es hingen z.B. keine Schilder an der Wegkreuzung Kemnitzer Weg/Straße Nettgendorf-Zülichendorf. Dagegen wunderten sich die Anwohner über Warnschilder am Pekenberg, außerhalb des offiziellen Bekämpfungsgebietes.

Dies wäre auch vor dem Hintergrund der immer wieder auftretenden Waldbrände äußerst wichtig zu wissen. Durch den Einsatz von Karate Forst flüssig können bei Waldbränden auch Dioxine entstehen. Wie hoch die Konzentration ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darüber streiten die WissenschaftlerInnen. Ab ob nun sehr geringen bis zu hochproblematischen Konzentrationen – Die Feuerwehrleute vor Ort sind stark gefährdet und sie sollten erfahren, dass in den betroffenen Wäldern auch Dioxine entstehen können! Soweit wir wissen, misst die Forstverwaltung nicht, was bei Bränden alles aus Karate entstehen kann

Auch die Gewässer sind gefährdet: neben Dürreperioden erleben wir hier in Brandenburg teilweise Starkregen mit bis zu 40 Litern pro qm. Mit den vielen Kiefernadeln, die wegen des heftigen Regens auf den Boden fallen, gelangt Karate von den Baumkronen auf die Erde. Von da sickert das Gift in das Grundwasser oder gelangt in die Nahrungskreisläufe, auch über Ableitungen und Kanäle in die Oberflächengewässer. Wird das gemessen? Werden Wanderer, Anwohner und Angler gewarnt?

 

Und wichtiger denn je: „Nur erfolgreicher Natur-, Umwelt- und Klimaschutz schafft die Voraussetzungen für dauerhaft erfolgreiches Wirtschaften.“ Ein eindrucksvoller Kommentar

 

 

Update 29.05.2019: Sitzung des Landtagsausschusses

Auszug aus dem Kurzbericht von der Sitzung des Landtagsausschusses für Agrar und Umwelt von Friedhelm Schmitz-Jersch, Landesvorsitzender NABU Brandenburg: Tatsächlich erholen sich solche Wälder nach einem Kahlfraß wieder. Man muss ihnen nur etwas Zeit geben. Das lässt sich gut an den Wäldern im Bereich Lieberose in Süd-Brandenburg erkennen. Dort durften nach einem Befall 2014 rund 500 ha Wald im Naturschutzgebiet nicht beflogen und besprüht werden. Die auch dort überwiegend vorhandenen Kiefernreinbestände haben sich vom Kahlfraß vollständig wieder erholt. Die Bäume haben wieder ausgetrieben, nur einzelne Stämme in den häufig viel zu dicht stehenden Kiefernforsten sind abgestorben. Es ist kein Unterschied erkennbar zu dem direkt daneben liegenden Kiefernwald, der 2014 aus der Luft mit Karate-Forst besprüht wurde.“ Den ganzen Bericht finden Sie hier.

 

Update 23.05.2019: #keingiftimwald

Wie berichtet, hat das Oberverwaltungsgericht die Vergiftung der Wälder gestoppt. Dies bedeutet leider noch keine Entwarnung! Auch der NABU Brandenburg befürchtet, dass „der Landesforstbetrieb nicht locker lässt und in ein für uns kostenintensives und aufwändiges Hauptsachverfahren einsteigt.“

Deshalb sind wir weiter wachsam, und führen auch unsere Petition bei change.org weiter. Bitte unterschreiben auch Sie die Petition – so Sie es noch nicht getan haben – und teilen sie den Link change.org/BrandenburgWald! Das hilft sehr!

Auch der NABU bleibt in dieser Sache weiter aktiv: „Unser Rechtsanwalt hat auf Grundlage des Umweltschadensgesetzes das Brandenburger Landesumweltamt heute dazu aufgefordert tätig zu werden und zu prüfen: über welchen Waldgebieten tatsächlich „Karate“ ausgebracht wurde, welche besonders geschützten Arten betroffen sind und hat den Landesforstbetrieb aufgefordert, in den ‚behandelten‘ Waldgebieten Schadensbegrenzung zu betreiben. So könnte z.B. zumindest mittelfristig durch die Anpflanzung von blüten- und beerentragenden Gehölzen und/oder Wildstauden dafür gesorgt werden, dass in den besprühten Gebieten wieder Nahrungsgrundlagen für Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien und Insekten geschaffen werden.“

Denn dass Wälder sich langfristig selbst heilen können, zeigen Wissenschaftler der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde im gestrigen rbb-Beitrag von zibb. Sehr bemerkenswert!

 

Update 20.05.2019: MdB Anton Hofreiter im Tempelwald

MdB Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Fraktion „B90/Die Grünen“ im Deutschen Bundestag, besuchte am 19.05. den „Tempelwald“, um sich vor Ort ein Bild  über die geplante Besprühung der Wälder zwischen Borkwalde und Fichtenwalde mit dem Totalinsektizid „Karate Forst flüssig“ zu machen und um praktische Fragen des „Waldumbaus“ zu diskutieren. Von der Besprühung mit dem Totalinsektizid per Helikopter blieben das Waldgebiet und die angrenzenden Gemeinden Borkwalde und Fichtenwalde aufgrund des OVG-Beschlusses (bis jetzt) verschont. Hofreiter inspizierte mit ca. 50 weiteren Gästen den „Tempelwald“ und sprach sich klar gegen das Giftsprühen als „Waldschutzmaßnahme“ aus! „

 

Update 18.05.2019: Insektizideinsatz gestoppt

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ist gestern dem Antrag des NABU gefolgt und hat den Insektizideinsatz mit „Karate Forst flüssig“ über Brandenburger Kieferwäldern gestoppt. Der Beschluss ist unanfechtbar. In die Freude mischt sich etwas Wehmut: schade, dass durch die Verzögerung in der 1. Instanz seitens des Potsdamer Verwaltungsgerichtes bereits große Teile der Wälder vergiftet wurden.

Herzlichen Dank an all diejenigen, die mit mir gegen diesen Irrsinn gekämpft haben, an alle Unterzeichner der Petition, an alle Unterstützer! Ohne Euch wären wir nicht so weit gekommen! Gemeinsam sind wir stark!

 

Lesen Sie auch aktuelle Berichte der Presse:

Märkische Allgemeine Zeitung 17.05.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 18.05.2019

 

Jetzt feiern wir ein wenig, treffen morgen MdB Anton Hofreiter im Tempelwald und ab Montag überlegen wir gemeinsam, wie wir auch in Zukunft wachsam bleiben und unsere Wälder schützen können.

 

Update 17.05.2019

Heute Abend kam die frohe Kunde vom NABU Brandenburg: „Gerade hat uns telefonisch die Meldung unseres Anwalts erreicht, dass das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit SOFORTIGER Wirkung die aufschiebende Wirkung wiederhergestellt hat. Das heisst die Befliegungen müssen SOFORT eingestellt werden! Genauere Informationen und die Begründung des Urteils wird es morgen Mittag in einer Pressemitteilung von uns geben.“

Das ist einfach großartig!!!

Bitte unterstützen Sie den NABU Brandenburg mit einer Spende, damit die gerichtliche Auseinandersetzung auch finanziell gut durchgestanden werden kann. Jeder Beitrag hilft. DANKE!

Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg

 

Update 16.05.2019

– NABU Brandenburg legt Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein

Die Wissenschaflerin Dr. Ricarda Voigt aus Luckenwalde hat sich die Aussagen der Forstbehörden und des Waldbesitzerverbandes  einmal genauer angeschaut – eine Stellungnahme – ausgesprochen lesenwert und aufschlussreich!

Offener Brief  des Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. – schon etwas älter (30.04.2019) aber leider immer noch aktuell

 

Update 15.05.2019 Verwaltungsgericht weist Eilantrag gegen Karate Forst ab

Wie wir gerade der Presse entnehmen konnten, weist das Verwaltungsgericht den Eilantrag des NABU aus formalen Gründen ab, „die Umweltschützer seien in dieser Sache nicht klagebefugt.“ Wer denn dann, wenn die Politik und die Forstbehörden seit Jahren und immer wieder nur auf Vergiftung der Wälder setzen? Die toten Insekten? Die verhungernden Vögel und Feldermäuse?

Welch Wortwahl und Panikmache auch seitens Herrn Minister Vogelsänger, der von einer ökologischen Katastrophe spricht! Eine Katastrophe wird es geben, wenn nicht endlich aufgehört wird, flächendeckend Gift zu sprühen. Die einzig gute Nachricht dabei: das Thema scheint endlich auch im Landtag angekommen zu sein!

Und Umweltschützer und Anwohner verbreiten Horrormeldungen? Dann soll Herr Kopka sich doch mal die toten Fliegen ansehen, die gespenstige Stille im Wald hören, die Warnungen und fundierten Bedenken der Wissenschaftler beachten, die ersten gesundheitlichen Probleme der Anwohner anschauen, die panischen Vögel beobachten, das Syngenta-Datenblatt von Karate Forst flüssig durchlesen … Das sind Fakten!

Und ja, Brandenburges Behörden sind auf ihrem Irrweg leider nicht allein in Deutschland. (was muss eigentlich noch passieren, damit hierzulande ein Umdenken einsetzt?) Hier ein bemerkenswerter Leserbrief aus der WAZ zu einseitiger Berichterstattung, Insektensterben und hochgradig gefährdeten Arten – sehr lesenswert!

 

Die gute Nachricht des heutigen Tages: für Sonntagnachmittag, 15:30 Uhr, hat sich MdB Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, im Tempelwald angesagt, um sich vor Ort über den Gifteinsatz zu informieren.

Treffpunkt: Infotafel „Tempelwald“ (von der Thälmann-Str. in Borkwalde in den Siebenbrüderweg, immer geradeaus, bitte möglichst nicht mit dem Auto kommen)

 

Foto: Ronald Hauer – Tote Fliegen im Giftwald von Niemegk, Mai 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 11.05.2019: Mahnwache vor SPD-Landesparteitag in Potsdam

Am 11. Mai (Samstag) haben wir von 09.00 – 11.00 Uhr der SPD in Potsdam demonstriert, dass wir mit den behördlichen Entscheidungen zum Giftsprühen nicht einverstanden sind. Wir haben gefordert, dass die SPD als Regierungspartei endlich klar Stellung bezieht. Rund 50-70 Gift-Gegner, darunter viele Frauen und auch kleine Kinder, haben Ministerpräsident Woidke und Minister Vogelsänger vernehmlich begrüßt. Wir haben Minister Vogelsänger auch einen Stick mit über 80.000 Unterschriften unserer Petition übergeben. Leider gibt es keine Anzeichen dafür, dass die politisch Verantwortlichen das Treiben der Forstverwaltung stoppen. Mir (wie anderen Waldbesitzern, die Giftgegner sind) wird jetzt mit einer behördlichen „Anordnung“ gedroht, damit sofort gesprüht werden kann. Die Anordnung ist auch mit einem Bußgeld bewehrt, ich soll 100 Euro zahlen. Ich erwäge eine Schadenersatzklage, falls wirklich gesprüht und das Ökosystem meines Waldes vergiftet wird. 

Foto: Tabea Hosche

Baumpflanzaktion in Fichtenwalde

Die Mitglieder der Naturwald AG wollte dem passiven Verhalten der Politiker ein positives Zeichen entgegensetzen und haben heute mehr als 200 junge Stieleichen und Rotbuchen als Symbol für den Waldumbau zwischen Kiefern gepflanzt.

Fotos und Videos zu beiden Aktionen finden Sie hier.

Auch die heute-show greift das Artensterben auf.

 

Update 10.05.2019: Wenigstens einen kleinen Teilerfolg gab es heute

Das Verwaltunsggericht Potsdam verfügt Aussetzung der Besprühung mit „Karate Forst flüssig“. Ab heute dürfen wenigstens keine Schutzgebiete, insbesondere das FFH-Gebiet „Hackenheide“ mit dem Insektenbekämpfungsmittel „Karate Forst flüssig“ besprüht werden. Der NABU Brandenburg geht davon aus, dass nach Ablauf der Stellungsnahmefrist für LELF und LFB am kommenden Montag (13. Mai 2019) das Verwaltungsgericht Potsdam unverzüglich eine weitere Entscheidung über die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung fällt.

 

Update 09.05.2019: NABU reicht Eilantrag gegen Insektizideinsatz im Wald ein

Verwaltungsgericht Potsdam muss jetzt schnell entscheiden / NABU belegt: kein Absterben der Wälder durch Nonnen-Fraß

–> alle Infos dazu finden Sie hier

–> den umfangreichen Antrag des Fachanwaltes finden Sie hier

–> Und hier können Sie mit einer Spende dabei helfen, dass der NABU die gerichtliche Auseinandersetzung auch finanziell stemmen kann. DANKE!

 

Update 08.05.2019: Kommentar von Axel Weiß, SWR, zum Artensterben

„Der Artenschutzbericht offenbart Zahlen des Grauens. Da alle bisherige Strategien scheiterten, ist ein Umdenken nötig. …

Jetzt wurde es mal wieder ganz deutlich gesagt: Die Menschen ruinieren ihre Lebensgrundlagen – weltweit und mit ungeheurer Geschwindigkeit. Und nahezu alle Lebensräume sind inzwischen betroffen. Jede achte Art ist vom Aussterben bedroht, eine Million Arten etwa.“

Den ganzen Kommentar finden Sie hier.

 

Update 07.05.2019: Die ersten Waldflächen wurden bei Niemegk besprüht.

Bitte helfen Sie mit einer kleinen Spende, damit der NABU klagen kann.

 

Update 06.05.2019: Die ersten Hubschrauber waren unterwegs

In Zeiten eines weltweiten dramatischen Artensterbens wurden heute über den Gemeinden in Potsdam-Mittelmark die ersten Hubschrauber gesichtet, um noch mehr Lebewesen mit der Chemiekeule umzubringen. Gesprüht haben sie dann doch noch nicht.

Der NABU hatte Widerspruch gegen den Bescheid des LELF eingelegt. Der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung bis ein neuer korrekter Bescheid ergangen und veröffentlicht wurde. Dies kann schnell gehen und gibt nur einen kleinen zeitlichen Aufschub.
Bis dahin ist jedoch ein Befliegen der Wälder rechtswidrig.

Das heißt: Sollten die Hubschrauber sprühen, informieren Sie bitte

Kein Gift in Brandenburgs Wäldern! Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

a) die Polizei

b) den NABU (Tel. Nr. 0331 2015572 )
c) den Rechtsanwalt des NABU (Tel. 030/28009515 Herrn Thorsten Deppner)
D) die zuständige Behörde LELF Dr. Zimmer, 0335/606762105

Bitte unbedingt Bescheid geben, damit der Einsatz dann gestoppt werden kann. Wir halten Sie auf dem Laufenden und kämpfen auf jeden Fall weiter! Etwas weiter unten finden Sie auch Übersichten der bisher erschienenen Presseberichte, Stellungnahmen und weitere Hintergrundinformationen.

PS: Wer wie der Landesforst Brandenburg glaubt, dass das Gift für Menschen ungefährlich sei – lt. Bericht der Bericht der Berliner Zeitung von heute – lese sich doch mal das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers Syngenta durch.

 

Update 04.05.2019: NABU und BUND prüfen Rechtsmittel. Bitte spenden Sie!

Der Kampf geht weiter! Der beauftragte Rechtsanwalt für Umweltrecht hat gestern gegen den erteilten Bescheid des LELF Widerspruch eingelegt (die Allgemeinverfügung ist nicht beklagbar).  Dafür hat der NABU eine Spendenplattform eingerichtet, wir brauchen dringend  finanziellen Rückhalt. Bitte spenden Sie und helfen Sie dabei, den Gifteinsatz in Brandenburger Wäldern zu verhindern!

Jeder kleine Betrag hilft! Spenden können Sie ganz einfach online beim NABU Brandenburg

 

–> Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition bei change.org

 

Update 02.05.2019: Es wird vom 6. bis 31. Mai 2019 gesprüht. Unfassbar!

Allgemeinverfügung des Landesbetriebes Forst Brandenburg

 

KARATE FORST bildet – bei Waldbrand – Dioxine

28.04.2019 – Mail an K. Tempel

Sehr geehrter Herr Tempel,

Als Diplom-Chemieingenieur und ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann mit Sonderausbildung über Gefahrstoffe und -güter muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Ihre Befürchtungen einer Dioxinbildung nicht von der Hand zu weisen sind. Die Wirksubstanz im „KARATE FORST flüssig“ ist „Lambda-Cyhalothrin“ und diese Substanz enthält im Molekül die Halogene Fluor und Chlor. Im Falle einer Verbrennung und anschließender langsamer Abkühlung der Rauchgase kommt es zur Dioxinbildung. Diese kann nur verhindert werden durch extrem schnelle Abkühlung (Abschrecken). Dies ist in Abfallverbrennungsanlagen möglich – nicht jedoch im Falle eines Waldbrandes.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Franke

–> Wieso wissen die Forstbehörden das nicht? Bzw. Wieso interessiert sie das nicht?

 

Ergebnisse der Demo am 26. April 2019 in Fichtenwalde

Die Demonstration gegen den geplanten Gifteinsatz in Brandenburgs Wäldern am Freitag, 26. April 2019 war sehr gut besucht – vielen Dank an alle der rund 150-250 Teilnehmer in Fichtenwalde! Vielen Dank auch an das rbb-Team von Brandenburg aktuell, das half, die Debatte zu moderieren. Es wurde heftig diskutiert und die Vertreter der Forstbehörden wurden mit sehr fundierten Fragen überhäuft, auf die unseres Erachtens oft leider keine ausreichenden bzw. immer die gleichen Antworten kamen. So ist z.B. nicht klar, ob und wenn ja, welche Auswirkungen etwaige Waldbrände auf die Rückstände des Giftes haben. Ob es also möglich ist, dass sich durch das Feuer dann Dioxine bilden? Geklärt ist auch nicht, ob und wenn in welchem Umfang, der Spargelanbau und die Beerenplantagen in der Nähe der Kiefernwälder  durch das Gift aus der Luft kontaminiert werden.

Trotz allem ist der Tenor seitens der Forstbehörden leider auch weiterhin, dass der geplante Gifteinsatz unumgänglich sei. Dies sehen viele Anwohner, Wissenschaftler, Naturschützer und auch Waldbesitzer ganz anders!

Der Widerstand gegen Karate Forst Flüssig geht also weiter!

Wir fordern die Politik auf, sich endlich für ihre Wahlkreise und für die Gesundheit aller Bürger und Bürgerinnen des Landes Brandenburg einzusetzen. Es ist Zeit, dass auch das Wohlergehen unserer Umwelt, der Schutz der Natur, die Gesundheit der Tierwelt einen Platz im politischen Denken und Handeln bekommen. Und es ist allerhöchste Zeit, dass wir aufhören unsere eigenen Lebensgrundlagen zu vergiften. Es gibt kein gutes Gift!

In den nächsten Tagen werden alle interessierten Anwohner, die aktiven Waldbesitzer und Naturschützer gemeinsam einen Plan für das weitere Vorgehen erarbeiten. Wollen auch Sie dabei sein? Wir freuen uns über jeden, der hilft, diesen Giftirrsinn über unseren Köpfen, über unseren Gärten und unseren Wäldern zu stoppen.

 

–> Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition bei change.org

 

Demo am 26.04.2019 in Fichtenwalde, Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

Es wurde heftig diskutiert, Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

 Hintergrund

 

–> einen guten Einblick bietet dieser rbb-Beitrag: zibb vom 26.04.2019

Die Forstbehörden in Brandenburg planen einen umfangreichen Insektizid-Einsatz u.a. in den Wäldern rund um die Gemeinden Fichtenwalde, Borkwalde und Borkheide. Von Anfang Mai bis ca. Mitte Juni 2019 soll großflächig das hochgiftige „Karate Forst flüssig“ auf diversen Forstflächen (ca. 8.000 ha) via Hubschrauber versprüht werden.
Das Insektizid soll „Kieferngroßschädlinge“, wie die „Nonne“, bekämpfen. Normalerweise neigt die Nonne nur alle zehn Jahre zur Massenvermehrung. Angeblich wurde 2018/2019 schon wieder ein verstärkter Nonnenbefall festgestellt. Das Insektizid soll dann versprüht werden, wenn die Raupen der Nonne geschlüpft sind und zum Fressen in die Baumkronen wandern.
Zwei Tage lang werden die Wälder dann für Menschen gesperrt. 56 Tage nach dem letzten Sprüheinsatz dürfen keine Waldfrüchte, Kräuter und Pilze in den Wäldern gesammelt werden. Falls es in dieser Zeit nicht oder nicht viel regnet, dürfte sich diese Frist noch verlängern. Wie lange genau, das weiß keiner.

„Nach der Besprühung ist für zwei, drei Monate Totenstille im Wald“

 Ich sorge mich um Folgendes und frage mich:

Bereits 2014 hat das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig) „Karate Forst flüssig“ für den Einsatz im Forst generell verboten. Wieso wurde es wieder zugelassen und wieso wird jetzt dieses hochgiftige Totalinsektizid durch die Brandenburger Forstverwaltung wieder eingesetzt?

Das Insektizid muss über 120 Meter von Gewässern, aber nur 30-40 Meter von Siedlungen, in denen auch Kleinkinder spielen, ferngehalten werden. Wie erklärt sich diese Diskrepanz? Und wie sollen diese Entfernungsvorgaben eingehalten werden?

DANKE an change.org für die großartige Unterstützung! Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

Im geplanten Besprühungsareal hat sich u.a. ein – streng geschütztes – Seeadlerpärchen angesiedelt. Welche Auswirkungen dieses Gift auf das Brutpaar hat, kann man sich gut vorstellen. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es unseres Wissens dazu nicht.

In einigen Teilen des betroffenen Waldes gibt es – streng geschützte – Rote Waldameisen. Auch leben in diesen Wäldern u.a. Tagschmetterlinge, Spinnen, Kleinvögel, Blindschleichen und Waldeidechsen. Welche Auswirkungen hat das Gift auf diese Lebewesen?

„Karate Forst flüssig“ soll genau in der Brutzeit der Vögel stattfinden. Wo und wie sollen die in ihrem Bestand generell schon stark bedrohten Vögel ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs finden?

Durch den Gifteinsatz wird Naturschutzrecht verletzt und einige der betroffenen Waldbesitzer – die Eigentümer der Flächen – lehnen den Einsatz ab. Wie kann es sein, dass sich die Behörden darüber hinweg setzen wollen?

Wie verantworten die Behörden in Brandenburg – in Zeiten massiven Insektensterbens – den Einsatz eines solch hochgiftigen Stoffes in der freien Natur?

Wie wollen die Behörden sicherstellen, dass Bienenvölker nicht von diesem Gift beeinträchtigt werden?

Welchen Sinn macht es, einerseits ein „Insektenschutzprogramm“ aufzustellen und dann in den Brandenburger Wäldern Insektizide zu versprühen?

„Karate Forst flüssig“ ist ein Insektizid mit fettlöslichen Wirkstoffen, d.h. diese reichern sich in der Nahrungskette an und landen früher oder später auch auf unseren Tellern.

Das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers Syngenta nennt u.a. folgende Punkte: Gesundheitsschädlich beim Einatmen, Verschlucken; kann allergische Hautreaktionen verursachen; sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung, kann asthmaartige Symptome/Beschwerden verursachen …

Ich fordere Brandenburgs Behörden auf, diesen unsinnigen und gefährlichen Gifteinsatz sofort zu stoppen!
Das Geld dafür sollte lieber in den ökologischen Waldumbau und die natürliche Schädlingsbekämpfung gesteckt werden. Damit auch unsere Kinder in Zukunft noch einen Wald, der diesen Namen verdient, erleben können.

Ich leiste Widerstand gegen diese flächendeckende Vergiftung des „tempelwaldes“ Meine Argumente habe ich in einem Brief an den Leiter der Oberförsterei Potsdam, Herrn Holger Hendtke, zusammengetragen. Lesen Sie selbst!

Ihr Karl Tempel

 

–> Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition bei change.org

 

Überprüfung der Bäume, Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

Ergebnis der Ortsbegehung vom 15.04.2019 im Tempelwald

Bei der Begehung mit Förstern konnten wir im Tempelwald selbst keine Nonne entdecken. Einige andere Schädlinge bekamen wir zwar zu Gesicht, jedoch in unbedenklicher Anzahl – so wie es in der Natur eben normal ist. Diese lassen sich auch gut mechanisch mit Leimringen an den Stämmen oder hier bei 2 bis 3 Bäumen mit Sanitärhieben bekämpfen.
Wir kämpfen also weiter gegen den Gift-Groß-Einsatz. Machen Sie mit!

 

Ergebnisse der Ortsbegehung vom 24. und vom 26.04. im Tempelwald

Ich war jetzt gleich zweimal kurz hintereinander im Tempelwald – mit Teams vom ZDF, vom rbb und mit dem Förster. Wir sind wirklich überall herumgekrochen und haben alles genau begutachtet. Das Ergebnis: ein völlig unauffälliger Schädlingsbefall. Jeder Baum hat halt seine „Schädlinge“, das ist absolut normal und so etwas nenne ich Natur. Außerdem sind meine fleißigen Helfer eifrig dabei, jeden noch so kleinen Schädling in die Schranken zu verweisen. Die roten Waldameisen flitzen

Gesunde Kiefer, Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

auf der Jagd nach kleinen Raupen die Kiefernstämme hoch und runter. Die Vögel sausen zwischen den Bäumen auf der Jagd nach Insekten hin und her. Und nachts übernehmen dann die Fledermäuse.

Es mag also irgendwo stark geschädigte Flächen geben, die jene „Horror-Bilder“ zeigen, die die Forstverwaltung verbreitet, um die Giftsprüh-Aktion zu legitimieren. Es ist jedoch völlig unzulässig, einzelne Schadbilder zu verallgemeinern und alle Flächen, auf denen Kiefern wachsen, mit Gift besprühen zu wollen. In meinem Wald haben wir keinerlei Anzeichen für eine Massenvermehrung bestimmter Schädlinge finden können.

Giftversprühen ist hier absolut unnötig. Außerdem lehne ich „Gift“ grundsätzlich ab, es ist und bleibt „Gift“ für Mensch und Natur. Warum vertrauen wir nicht überall auf die Selbsheilungskräfte der Natur? Im Tempelwald funktioniert es doch auch?

 

 

Bitte beschweren Sie sich bei:

Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)

Hier finden Sie ein Worddokument, welches Sie als Vorlage für Ihren Brief oder Ihre Mail nutzen können. Und hier finden Sie ein weiteres Worddokument– mit großem Dank an Nicole Rohrmoser – , dass Sie für ein Anschreiben an Politiker, Landtags- und Bundestagsabgeordnete nutzen können.

 

Presseberichte:

Karl Tempel mit einem der neuen Bewohner des Tempelwaldes, Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

 

Märkische Allgemeine Zeitung 27.03.2019

Die Bürgerzeitung Zauche 365 07.04.2019

Märkische Allgemeine Zeitung 10.04.2019

Märkische Allgemeine Zeitung 11.04.2019

Die Bürgerzeitung Zauche 365 12.04.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 14.04.2019

Einen ersten Teilerfolg gibt es: im Bereich der Oberförsterei Jüterbog wurde der Einsatz der Chemiekeule wohl abgesagt. MAZ 16.04.2019

FOCUS online/dpa 16.04.2019, Beitrag auch bei n-tv.de, rtl.de und t-online.de

radioeins 16.04.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 17.04.2019

moz.de 17.04.2019

BlickPunkt 23.04.2019

rbb 24: Brandenburg aktuell 25.04.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 25.04.2019

rbb fernsehen: zibb 25.04.2019 – Zu viele Schädlinge

rbb fernsehen: zibb 26.04.2019 – Kampf gegen Pestizide

Potsdamer Neueste Nachrichten 26.04.2019

Die Bürgerzeitung Zauche 365 26.04.2019

Märkische Allgemeine Zeitung 26.04.2019

n-tv 26.04.2019

rbb fernsehen: Brandenburg aktuell 27.04.2019

ZDF 27.04.2019

Die Bürgerzeitung Zauche 365 29.04.2019

moz.de 30.04.2019

Die Bürgerzeitung Zauche 365 02.05.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 03.05.2019

Die Bürgerzeitung Zauche 365 03.05.2019

Märkische Allgemeine Zeitung 04.05.2019

B.Z. 04.05.2019

Der Tagesspiegel / Potsdamer Neueste Nachrichten 06.05.2019 und Update PNN

B.Z. 06.05.2019

Berliner Zeitung 06.05.2019

Märkische Allgemeine 06.05.2019

rbb Fernsehen: Brandenburg aktuell 06.05.2019

rbb24 06.05.2019

stern 06.05.2019

taz 06.05.2019

Märkische Allgemeine 07.05.2019

Märkische Allgemeine Beelitz 07.05.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 07.05.2019

rbb24 07.05.2019

B.Z. 07.05.2019

Märkische Allgemeine 08.05.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 08.05.2019

Der Tagesspiegel 08.05.2019

ntv 09.05.2019

rbb24 09.05.2019

Potsdamer Neueste Nachrichten 10.05.2019

rbb24 10.05.2019

Märkische Allgemeine 10.05.2019

Märkische Allgemeine 11.05.2019

Welt 15.05.2019

rbb Fernsehen: Brandenburg aktuell 15.05.2019

Märkische Allgemeine 15.05.2019

 

Unterschlupf für Nützlinge, Foto: Büro SIEBENGRÜNDE

Stellungnahmen:

Stellungnahme der Naturschutzverbände in Brandenburg zum geplanten Gifteinsatz

Videobotschaft Förster und Autor Peter Wohlleben

Pressemitteilung BUND Brandenburg 11.04.2019

Stellungnahme des NABU Brandenburg 17.04.2019

Brief von Christiane Lorey an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg

Pressemitteilung von NABU und BUND Brandenburg 03.05.2019

 

 

Weitere Informationen

Der Wald als Naturpille zum Stressabbau

Gewässerbelastung in Europa mit Pestiziden, Insektiziden und Fungiziden | Aktuelle Studie der Universität von Exeter

Hören Sie doch mal rein: Ein sehr interessanter Beitrag zum Insektensterben auf Deutschlandfunk NOVA

Schützt die Ameisen, sie vertreiben Zecken! – Neue Zürcher Zeitung

Neuer UN-Report: Artensterben: Bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten bedroht – WELT

Artensterben bedroht das Wohlergehen der Menschheit – Süddeutsche Zeitung

Dramatischer UNO-Bericht: Eine Million Arten vom Aussterben bedroht – Der Spiegel

„Es geht um ein Massenaussterben“ – Deutschlandfunk Kultur

Eine Million Arten ist vom Aussterben bedroht ZEIT

Publikation zur Theorie der Trophobiosis (Englisch): „Je mehr Gift wir einsetzen, desto mehr Krankheiten und Schädlinge bekommen wir.“

Wald-Ökologe: Waldentwicklung braucht Geduld. Wie soll der Wald von morgen aussehen? n-tv.de

Gift für den Wald? Bundesbürgerinitiative Waldschutz zur Situation in den Waldmonokulturen

„Pestizide werden kilometerweit verweht“ Süddeutsche Zeitung

„Unsere Landschaft wurde total vergiftet“ Deutschlandfunk

Wie das große Artensterben stoppen? Das klingt wie eine gute Idee!

 

 

 

Auch Windkraftanlagen (WKA) sind vor allem für Greifvögel (siehe Foto unten) und Fledermäuse bisher eine tödliche Gefahr: Geschätzt wird, dass etwa 250.000 Fledermäuse und 12.000 Greifvögel pro Jahr durch WKA in Deutschland getötet werden, zwei Drittel der getöteten Fledermäuse sind wandernde Arten. 320 Rotmilane werden allein in Brandenburg jährlich durch WKA getötet!

Die „Volksinitiative Rettet Brandenburg“ und der in unserer Region aktive, anerkannte Umweltverband „Waldkleeblatt“ kämpfen für den Erhalt der Brandenburger Wälder, im heißen Sommer 2018, als Waldbrände bei Fichtenwalde und Treuenbrietzen (südlich von Beelitz) wüteten, eine besonders wichtige Aufgabe! Weitere Infos unter: www.waldkleeblatt.de und kontakt@waldkleeblatt.de.

Schreiadler in Not – nur noch knapp 100 Brutpaare des „Pommernadlers“ (aquila pomarina) leben in Deutschland. Sie kommen nur noch im nördlichen Brandenburg und in Vorpommern vor. Helfen Sie dem NABU beim Ankauf von Grünland als Lebensraum für den Schreiadler!

Mehr Infos unter: www.nabu.de/Schreiadler

Verletzte Vögel werden von der Wildtierauffangstation Struck (in 16928 Gerdshagen/Struck) gepflegt und wenn möglich, wieder in die Freiheit entlassen. Unterstützen Sie diese verdienstvolle Arbeit mit einer Spende an die Wildtierhilfe Priegnitz e.V., IBAN: DE 63 1606 0122 0004 1560 48.

Tropenwälder brennen für Biodiesel: Wochenlang wüteten im Sommer 2015 verheerende Waldbrände auf Sumatra und Borneo (Indonesien). Mit diesen brutalen und meist illegalen Brandrodungen soll Platz geschaffen werden für die Produktion von Palmöl, das bei uns im „Biodiesel“ eingesetzt wird. „Europa giert nach Palmöl“ titelte Spiegel online Ende Mai 2016. Hintergrund: Die Palmölexporte nach Europa haben sich zwischen 2010 und 2014 auf über 3,2 Millionen Tonnen versiebenfacht! Etwa die Hälfte des Palmöls wird Kraftstoffen beigemischt. Wenn wir diese perverse Entwicklung nicht stoppen, machen wir uns mitschuldig als Brandstifter der Tropenwälder, die unersetzlich sind für den Klimaschutz und die Artenvielfalt.

Auch für den Anbau von Balsaholz werden Tropenwälder gerodet. Das leichte und zugleich feste Balsaholz wird zunehmend auch in den Rotoren von WKA verbaut, damit diese noch größer werden können. Damit trägt auch die Produktion von „Grünstrom“ zur Vernichtung des Tropenwaldes bei (Quelle: Umwelt-Watchblog vom 23.04.2017).

Buchtipp: „Geopferte Landschaften“, – Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört, hrsg. von Georg Etscheid, erschienen im Heyne Verlag, November 2016. Eine längst überfällige kritische Bestangsaufnahme der „Energiewende“, ca. 350 Seiten, 16,99 EUR.

Jahrestage:
21. März: Internationaler Tag der Wälder

25. April: Tag des Baumes: 60 065 Baumarten sind weltweit bekannt und in der Datenbank „Global Tree Research“ gelistet, davon wachsen 8 715 Baumarten allein in Brasilien, und nur 124 Arten in Mitteleuropa. Mit 32 Baumarten wachsen gut 25% aller mitteleuropäischen Baumarten auch bei uns im „Tempelwald“.

Medien:

Zeitungsartikel „Ich lasse meinen Wald nicht vergiften“ in der MAZ (27.03.2019)
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Zeitungsartikel „Der Herr des giftfreien Waldes“ in der MAZ (22.11.2016)
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Zeitungsartikel „Zertifikat für nachhaltige Forstwirtschaft“ in der MAZ (26.04.2016)
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Zeitungsartikel „Ökologischer Waldumbau“ im „Raben Ralf“ (2015)
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„Esskastanien im Tempelwald“, MAZ 09.08.2013, S. 12
Karl Tempel zu Gast bei “Borkwalde, Blog und Bier”

„Kulturverein pflanzt Baum des Jahres in den Tempelwald“:
http://borkwalde-bloggt.de/2015/04/27/kulturverein-pflanzt-baum-des-jahres-in-den-tempelwald/

Aktuelle Informationen über Borkwalde und die örtlichen Initiativen auf: borkwalde-bloggt.de

Windräder töten - Tempelwald

Windräder töten – hier einen Seeadler (Quelle: ndr/F. Wöhrle 2012)

1.07.2019 Karl Tempel